Ausstellungen, Auszeichnungen + Wettbewerbe

 

  • 2009    „DRESSED INTO WATER“, Einzelausstellung, Evang. Studentengemeinde Halle
  • 2010    Fotowettbewerb der Studentenwerke „Wege wagen“, 1. Platz (Kategorie Einzelbilder), Ausstellungskatalog
  • 2011     Photography Workshop zum Thema „HOME“ in Palästina, Beit Jala, Mentoren: Anne Hornemann, Sarah Killian
  • 2011     „WORTE TRAGEN“, Einzelausstellung, Studentenwerk Halle, Ausstellungskatalog
  • 2013     hauptberufliche Tätigkeit als Photographin // Ateliereröffnung im MMZ Halle/Saale
  • 2013     Impulsgeberin + Jurorin // Fotowettbewerb „Worte tragen dich & mich“  (Nienburg/Weser, M. Thamm + CJD, Gala)
  • 2014     1. Platz in der Kategorie „Kleinstunternehmer“ im Businessplanwettbewerb (Sachsen-Anhalt)
  • 2014     „Gründerin des Monats“ (Hochschulgründernetzwerk Sachsen-Anhalt Süd)
  • 2015     Gemeinschaftsausstellung „Spiegelungen am Schloss Hoya“ (u. A. mit M. Haltenhof, Hoya/Weser, M. Thamm)

 

# DRESSED INTO WATER ( 2009)

Konzept/Idee: Wasser steht für Schwerelosigkeit, Wahrheit (ungeschminkt), Symbolische Bildsprache und Gefühlsausdrücke (Bedrohung, Trauer, Hoffnung). Ich möchte den Begriff „Ästhetik“ darstellen und hinterfragen in Form von Personen in verschiedenen Lebenslagen (Jungend, Alltagsstreitigkeiten, Hochzeit, Scheidung, Schwangerschaft).

Inspiriert von Frida Kahlo „Was mir das Wasser gab“ (1938).

Photographien spielen mit Körpern, Stoffen und Wasserformen.

Symbolik verschweigend und anziehend.

 

# WORTE TRAGEN (2011)

 

EIN JAHR.     EIN  LAND,  DAS VIELE  NAMEN HAT.     PALÄSTINA.

EINTAUCHEN IN DIE ARABISCHE KULTUR.   SEHEN, WAS PASSIERT.

SCHRIFT – GEFÜHLE – BEGEGNUNGEN – MENSCHEN – GESCHICHTEN.

WORTE – IDEEN – BEDEUTUNGEN – HOFFNUNGEN – AUFBEGEHREN.

 

 

Einführung. Unter dem Titel „Worte tragen“ verbergen sich Photographien, die am Ende meines Aufenthaltes in Palästina, 2010/11, entstanden sind. In diesem Jahr bin ich vielen Menschen begegnet, die mich begleitet und bewegt haben. Durch sie bin ich auf die vielen Facetten der arabischen Gesellschaft aufmerksam geworden. Sie zählen zu den Minderheiten der Gesellschaft und haben ihre eigene Meinung. Wie ist das Leben in Palästina, wie denken die Einzelnen über sich und die Gesellschaft, was bewegt sie? Ich habe die arabische Gastfreundschaft kennengelernt und Beziehungen zu Einheimischen aufbauen können, sodass ich mich nach kurzer Zeit zu Hause gefühlt habe. Ich werde den Begriff „Palästina“ verwenden, obwohl es international viele Bezeichnungen für dieses Gebiet gibt. Das mir entgegengebrachte Vertrauen möchte ich nicht zerstören, indem ich einen von außen gewählten Namen verwende wie „Westjordanland“ und „besetzte Gebiete“.

Idee. Wie in jeder Gesellschaft gibt es auch in Palästina Probleme, die verdrängt werden. Sie sind mir durch die Erzählungen der einzelnen Personen, die ich für dieses Projekt photographiert habe, und durch meine eigenen Reflexionen bewusst geworden. Besonders hier im Nahen Osten, wo der Konflikt zwischen Israel und Palästina immer im Vordergrund stehen wird, werden die Probleme im eigenen Land beiseitegeschoben oder auf den Feind projiziert. Einige Probleme sind durch den Konflikt und dessen Folgen bedingt. Ich habe mich abgewandt von den typischen Darstellungen des Nahostkonflikts und denen der palästinensischen Flüchtlinge. Der Mensch, der in Palästina lebt, mit seinen Ansichten, Gefühlen und Erlebnissen, ist mir wichtig, deshalb möchte ich ihn in den Mittelpunkt stellen. So wurden für das Projekt „Worte tragen“ sowohl Einheimische als auch Nichtpalästinenser  photographiert.

Umsetzung. Wie banne ich einen Gedanken auf eine Photographie? Indem ich versuche, die inneren Gefühle der Personen in Worte oder Sätze zu formulieren. Ich habe die arabische Sprache gewählt, weil sie die Muttersprache der Palästinenser ist und auch auf den europäischen Raum eine große Faszination ausübt. Die Worte werden auf der Haut oder auf Gegenständen „getragen“. So sind sie sichtbar und ermöglichen eine neue Bildebene. Ich habe den Titel „Worte tragen“ gewählt, auf Grund seiner Zweideutigkeit im Deutschen. Worte können getragen werden, aber auch sie können einen tragen. Die Portraits sind im Zusammenhang mit dem dazugehörigen Text zu verstehen. Sie bedingen sich gegenseitig.

Einteilung. Den Katalog habe ich in verschiedene Kategorien eingeteilt, da unterschiedliche Themen in den Texten und Photographien angesprochen werden. Es sind die Geschichten der Einzelnen, die dieses Projekt so komplex machen. Angesprochen werden Empfindungen über das Leben in Palästina, Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Zu Wort kommen starke Charaktere, die ihre Situation annehmen und reflektieren. All diese Geschichten sind ein Teil des derzeitigen Lebens in Palästina. Sie sind ein kurzer Auszug aus den vielen Facetten von Erlebnissen und Empfindungen, aus den Personen, die mir innerhalb des Jahres begegnet sind.